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Magenbrennen – Wann sollte ich zum Arzt?

Lara Wernli • 23. Februar 2026

 

Was versteht man unter Magenbrennen (Sodbrennen)?

Rund ein Drittel der westlichen Bevölkerung erlebt Reflux-Symptome regelmässig oder zumindest hin und wieder. Magenbrennen entsteht, wenn Mageninhalt gemeinsam mit Magensäure in die Speiseröhre zurückfliesst und deren Schleimhaut reizt. Im Liegen geschieht das besonders leicht. Aber auch im Alltag können die unangenehmen Beschwerden das Wohlbefinden spürbar beeinträchtigen.

 


Wie entsteht Magenbrennen?

Die Säureproduktion im Magen ist grundsätzlich ein normaler und wichtiger Vorgang des Körpers. Normalerweise ist die Magenschleimhaut gut gegen diese Säure geschützt. Wird diese Schutzschicht beeinträchtigt, etwa durch bestimmte Medikamente (wie einige Schmerzmittel, hohe Dosen von Aspirin oder Kortison), durch starken Alkoholkonsum oder durch Stress, kann sich eine lokale oder auch ausgedehnte Entzündung der Schleimhaut entwickeln, bis hin zur Bildung eines Magengeschwürs.



Was sind typische Symptome? 

Magenbrennen äussert sich durch ein brennendes Empfinden hinter dem Brustbein oder manchmal auch knapp darunter, dort, wo die Speiseröhre in den Magen übergeht. Dieses Brennen kann bis in den Hals aufsteigen. Häufig treten saures Aufstossen und ein damit verbundener saurer Geschmack im Mund als Begleiterscheinungen auf. Das brennende Gefühl kann zudem im Bereich des Herzens wahrgenommen werden.
Einige Betroffene leiden zusätzlich unter einem unangenehmen 
Völlegefühl oder unter Magenschmerzen.

Sodbrennen zeigt sich ausserdem oft durch morgendliche Heiserkeit oder das ständige Bedürfnis, sich räuspern zu müssen. Auch Halsschmerzen können auftreten. Rückenschmerzen sind ebenfalls möglich, insbesondere wenn eine entzündete Speiseröhre Beschwerden verursacht, die über die Wirbelsäule bis in den Rücken ausstrahlen.



Wann sollte ich handeln?

Wenn Magenbrennen dauerhaft besteht oder immer wiederkehrt, ist eine erste Abklärung durch den Hausarzt sinnvoll. In vielen Fällen wird zunächst ein Behandlungsversuch mit säurehemmenden Medikamenten unternommen. Lassen sich die Beschwerden dadurch nicht ausreichend lindern oder treten sie nach dem Absetzen erneut auf, sind weitere Untersuchungen erforderlich. Die Magenspiegelung ist dabei die am häufigsten eingesetzte Methode.

Treten zusätzlich andere Refluxsymptome auf, kann ebenfalls zunächst eine Behandlung mit Säureblockern erfolgen. Bleibt die gewünschte Wirkung aus oder kehren die Beschwerden zurück, sind erneut vertiefte Abklärungen ratsam. Diese umfassen in der Regel neben der Magenspiegelung auch eine Funktionsdiagnostik.




Diagnostik

Die Diagnostik bei einer Reflux-Erkrankung umfasst nicht nur technische Untersuchungen, sondern auch eine sorgfältige Erfassung der Beschwerden, der Lebensgewohnheiten der Betroffenen und ihrer Erwartungen an die Behandlung. Zu den diagnostischen Methoden gehören sowohl Magenspiegelungenals auch moderne bildgebende Verfahren sowie funktionsmedizinische Untersuchungen. Diese können je nach Praxis oder Spital unterschiedlich sein.




Quellen

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