NEWS

Hyaluron in der Hautpflege

Lara Wernli • 19. Mai 2026

Was versteht man unter Hyaluronsäure und wo kommt sie vor?

Hyaluronsäure, häufig auch einfach Hyaluron genannt, ist ein natürlicher Bestandteil des Körpers. Dabei handelt es sich um eine Verbindung aus mehrfachen Zuckerbausteinen. Besonders bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, grosse Mengen Wasser zu speichern und zu binden. Dadurch entsteht eine gelartige Konsistenz.

Der Stoff befindet sich vor allem in der Haut, ausserdem unter anderem im Bindegewebe, in den Gelenken sowie im Glaskörper der Augen.

 


Welche Arten von Hyaluronsäure existieren?

Grundsätzlich wird zwischen hochmolekularer und niedermolekularer Hyaluronsäure unterschieden.


Niedermolekulare Hyaluronsäure besitzt kleinere Moleküle und kann deshalb besser in tiefere Hautschichten eindringen. Dort unterstützt sie die Haut intensiv bei der Feuchtigkeitsversorgung.


Hochmolekulare Hyaluronsäure hat grössere Moleküle und verbleibt überwiegend an der Hautoberfläche. Sie bildet dort einen feuchtigkeitsspendenden Schutzfilm und sorgt für ein glatteres Hautgefühl.

In vielen Pflegeprodukten werden beide Varianten kombiniert, damit sowohl die oberen als auch die tieferen Hautschichten optimal profitieren können.

 


Wirkung von Hyaluron auf die Haut

Hyaluronsäure spielt eine wichtige Rolle für den Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Durch ihre wasserbindenden Eigenschaften unterstützt sie Elastizität, Spannkraft und ein frisches Hautbild.

Mit zunehmendem Alter produziert der Körper jedoch weniger Hyaluron. Dadurch verliert die Haut an Feuchtigkeit und Festigkeit, wirkt trockener und erste Linien oder Falten können entstehen.

Pflegeprodukte mit kurz- und langkettiger Hyaluronsäure können diese Veränderungen gezielt unterstützen. Während hochmolekulare Hyaluronsäure die Hautoberfläche unmittelbar glatter erscheinen lässt, wirkt niedermolekulare Hyaluronsäure tiefer in der Haut. Dort hilft sie, Feuchtigkeitsreserven aufzubauen und die Hautstruktur von innen zu unterstützen.

Bei regelmässiger Anwendung kann Hyaluron dazu beitragen, die Haut geschmeidig zu halten und sichtbare Zeichen der Hautalterung zu reduzieren.

 


Für welche Hautbedürfnisse eignet sich Hyaluron?

Hyaluronsäure kann bei unterschiedlichen Hauttypen und Hautproblemen sinnvoll eingesetzt werden.


Falten und feinen Linien

Bereits ab etwa dem 25. Lebensjahr nimmt die körpereigene Hyaluronproduktion allmählich ab. Die Haut verliert dadurch zunehmend an Spannkraft und Feuchtigkeit. Linien und Falten werden sichtbarer.

Eine regelmässige Pflege mit Hyaluron kann helfen, die Haut aufzupolstern und erste Alterserscheinungen optisch zu mildern.


Trockene Haut

Trockene Haut macht sich häufig durch Spannungsgefühle, Schuppenbildung oder Rauheit bemerkbar. Oft ist die Hautschutzbarriere geschwächt, wodurch Feuchtigkeit schneller verloren geht.

Hyaluron unterstützt die Haut dabei, Feuchtigkeit zu speichern, verbessert die Geschmeidigkeit und kann gleichzeitig die Hautbarriere stärken.


Augenringe & Tränensäcke

Die Haut rund um die Augen ist besonders dünn und empfindlich. Müdigkeit und Trockenheit zeigen sich hier oft zuerst.

Dank ihrer feuchtigkeitsspendenden Wirkung kann Hyaluronsäure die Augenpartie frischer wirken lassen und das Erscheinungsbild von Augenringen sowie Tränensäcken verbessern.


Unreine Haut

Unreinheiten entstehen häufig durch hormonelle Veränderungen. Neben Pickeln und Mitessern zeigt sich oft auch ein fettiger Glanz.

Da Hyaluron leicht formuliert werden kann und die Poren nicht belastet, eignet es sich gut für unreine Haut. Gleichzeitig versorgt es die Haut mit Feuchtigkeit, ohne zu beschweren.


Rosazea

Rosazea ist eine chronische Hauterkrankung, die sich vor allem durch anhaltende Rötungen im Gesicht zeigt. Zusätzlich können Trockenheit, Brennen oder kleine Entzündungen auftreten.

Viele Menschen mit Rosazea empfinden Hyaluron als angenehm, da es Feuchtigkeit spendet, ohne die Haut stark zu reizen. Dennoch reagiert jede Haut unterschiedlich, weshalb individuelle Verträglichkeit wichtig bleibt.


Empfindliche Haut

Empfindliche Haut reagiert häufig auf äussere Einflüsse oder bestimmte Inhaltsstoffe mit Rötungen, Juckreiz oder Irritationen.

Hyaluronsäure gilt allgemein als gut verträglich. Sie spendet intensive Feuchtigkeit und kann helfen, die natürliche Schutzfunktion der Haut zu unterstützen.

 


Hyaluron sinnvoll in die Pflegeroutine integrieren

Hyaluronsäure lässt sich unkompliziert in die tägliche Hautpflege einbauen.


1. feuchtigkeitsspendendes Serum 

Direkt nach der Reinigung eignet sich ein leichtes Serum besonders gut. Es zieht schnell ein und versorgt die Haut sofort mit Feuchtigkeit.

Ein Beispiel dafür ist das Hyalu B5 Serum von La Roche Posay. Die enthaltene Hyaluronsäure sorgt für ein frisches und glattes Hautgefühl.


2. Tagespflege mit zusätzlichem Schutz

Eine feuchtigkeitsspendende Tagespflege kann die Wirkung ergänzen und gleichzeitig vor äusseren Einflüssen schützen.

Die Hydraderm Tagesemulsion von Louis Widmer beispielsweise versorgt die Haut intensiv mit Feuchtigkeit und enthält UVA- sowie UVB-Filter zum Schutz vor vorzeitiger Hautalterung. Die enthaltene Hyaluronsäure unterstützt die Fähigkeit der Haut, Wasser zu speichern.


3. Pflege gezielt erweitern

Je nach Hautbedürfnis kann die Routine durch zusätzliche Produkte ergänzt werden – etwa durch Nachtcremes oder Augenpflegen.

Auch Inhaltsstoffe wie Urea, Magnolienextrakt oder Mariendistel können ergänzend sinnvoll sein, beispielsweise bei sehr trockener Haut oder ausgeprägten Mimikfalten.

Neben kosmetischen Produkten gibt es ausserdem medizinisch-ästhetische Anwendungen mit Hyaluron.


Weitere News-Beiträge

von Lara Wernli 19. Mai 2026
Oculac Augentropfen wurden zurückgerufen. Prüfen Sie jetzt ob Ihre Charge betroffen ist.
von Lara Wernli 8. Mai 2026
Vorsorglicher Rückruf: Betroffen sind bestimmte Chargen aufgrund einer möglichen Beeinträchtigung der Sterilität. Bislang wurden keine unerwünschten Arzneimittelwirkungen gemeldet.
Mehr anzeigen