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Ceramide: Die Helfer für eine gesunde Haut
Lara Wernli • 18. Juli 2026
Wenn es um eine gepflegte, widerstandsfähige Haut geht, denken die meisten zunächst an Feuchtigkeitscremes. Ein Bestandteil wird dabei jedoch häufig übersehen, obwohl er für die Gesundheit Ihrer Haut eine zentrale Rolle spielt: die Ceramide. In diesem Beitrag erfahren Sie, was es mit diesen besonderen Lipiden auf sich hat, weshalb sie für Ihre Hautbarriere so wichtig sind und bei welchen Hautzuständen sich eine gezielte Pflege mit Ceramiden besonders lohnt.
Was sind Ceramide eigentlich?
Ceramide gehören zur Gruppe der Lipide, also der Fette, und sind ein natürlicher Baustein Ihrer äusseren Hautschicht, der sogenannten Hornschicht. Erstaunlicherweise stellen sie dort mit etwa der Hälfte den grössten Anteil aller vorkommenden Lipide dar. Die Wissenschaft kennt mindestens neun verschiedene Ceramid-Typen, die allesamt aus Sphingolipiden und Phospholipiden entstehen – Fettmolekülen, die in den tieferen Schichten der Epidermis als Bausteine der Zellmembranen dienen.
Welche Aufgabe übernehmen Ceramide in der Haut?
Gemeinsam mit Cholesterin und freien Fettsäuren bilden Ceramide eine Art natürlichen Schutzschild, der Ihre Haut vor äusseren Einflüssen wie Schadstoffen und Reizstoffen bewahrt. Diese Schutzfunktion trägt massgeblich dazu bei, dass die Haut auch mit zunehmendem Alter frisch und strahlend wirkt.
Konkret leisten Ceramide für Ihre Haut Folgendes:
- Sie reduzieren den Feuchtigkeitsverlust über die Haut
- Sie helfen, Wasser in der Haut zu speichern
- Sie unterstützen Spannkraft und Elastizität
- Sie stärken die Widerstandsfähigkeit gegenüber äusseren Reizen
Fehlt es der Haut hingegen an Ceramiden, macht sich das schnell bemerkbar: Sie wird trockener, neigt eher zu Reizungen und reagiert insgesamt empfindlicher auf äussere Einflüsse.
Für wen eignet sich eine Pflege mit Ceramiden?
Da Ceramide von Natur aus in unserer Haut vorkommen, werden sie in Pflegeprodukten sehr gut vertragen. Grundsätzlich profitiert jeder Hauttyp von ihrer barrierestärkenden Wirkung, bei bestimmten Hautbedürfnissen entfalten sie jedoch ein besonders spürbares Plus.
- Bei trockener Haut
Fehlt es der Haut an Feuchtigkeit und Fetten, äussert sich das typischerweise durch:
- ein raues Hautgefühl
- unangenehmes Spannen
- bei stärkerer Trockenheit zusätzlich Juckreiz, Rötungen oder ein brennendes Gefühl
Genau hier setzen Ceramide an: Sie helfen dabei, die geschwächte Hautbarriere wieder aufzubauen, damit die Haut Feuchtigkeit erneut zuverlässig binden und speichern kann.
- Bei Neurodermitis
Bei dieser chronisch-entzündlichen Hauterkrankung, die immer wieder in Schüben mit Ekzemen auftritt, ist die schützende Lipidschicht der Haut nachweislich verändert. Studien zeigen, dass in betroffener Haut deutlich weniger Ceramide vorhanden sind als in gesunder Haut.¹ Eine Pflege, die diesen Mangel gezielt ausgleicht, unterstützt die Barrierefunktion, beruhigt die gereizte Haut und macht sie widerstandsfähiger gegenüber neuen Reizungen.
- Bei unreiner, zu Akne neigender Haut
Auch bei Akne ist die Hautbarriere geschwächt und weist einen reduzierten Ceramid-Gehalt auf. Das mag zunächst überraschen, da akneanfällige Haut durch die erhöhte Talgproduktion oft fettig glänzt – man könnte meinen, sie benötige keine zusätzlichen Lipide. Tatsächlich verhält es sich umgekehrt: Der Ceramidmangel trocknet die Haut zusätzlich aus, was die Talgdrüsen erst recht anregt und Unreinheiten sowie Glanz verstärken kann. Nicht jedes Fett ist für diesen Hauttyp geeignet, da manche die Poren verstopfen können. Ceramide hingegen sind unbedenklich: Sie verstopfen die Poren nicht und helfen gleichzeitig, die natürliche Schutzfunktion der Haut wiederherzustellen.
Quellen
- https://www.laroche-posay.ch/de-ch/article/ceramide
- https://www.cetaphil.ch/de/unsere-cetaphil-inhaltsstoffe/ceramide.html

