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Haustiere und Schwangerschaft: Toxoplasmose

Lara Wernli • 7. August 2026

Ein Haustier gehört für viele Menschen zur Familie – doch was passiert damit, wenn Nachwuchs unterwegs ist? Müssen Sie während der Schwangerschaft auf Ihre Katze, Ihre Katze oder andere Tiere verzichten? In den meisten Fällen können Sie Ihr Haustier bedenkenlos behalten. Wichtig ist nur, dass Sie ein paar Hygieneregeln beachten und die Risiken der einzelnen Tierarten kennen.

 

Hunde und Katzen: Welche Risiken bestehen?

Hunde und Katzen können Band- und Spulwürmer übertragen. Deutlich gefährlicher als diese Würmer ist jedoch die Toxoplasmose, die vor allem durch Katzenkot übertragen wird. Deshalb gilt für Sie als Schwangere: Lassen Sie entweder die Finger vom Katzenklo, oder tragen Sie beim Reinigen Einmalhandschuhe und desinfizieren Sie sich anschliessend gründlich die Hände.

 

 

Welche anderen Haustiere sind zu beachten?

Auch bei anderen Haustieren ist während der Schwangerschaft Vorsicht geboten:


  • Schlangen, Schildkröten und Leguane: können Salmonellen oder Parasiten übertragen. Meiden Sie direkten Kontakt und überlassen Sie das Reinigen des Terrariums jemand anderem.
  • Wellensittiche und Papageien: können Salmonellen sowie über den Kot die Papageienkrankheit übertragen. Reinigen Sie den Käfig nicht selbst, oder tragen Sie Mundschutz und Einmalhandschuhe.
  • Hamster, Mäuse und Meerschweinchen: können eine Hirnhautentzündung sowie Toxoplasmose übertragen, was zu Frühgeburt oder Organfehlbildungen führen kann. Lassen Sie diese Tiere von anderen Familienmitgliedern versorgen.
  • Fische im Aquarium: können das Schwimmbadgranulom übertragen, das bei Hautverletzungen entzündliche Knötchen verursacht. Überlassen Sie den Wasserwechsel möglichst anderen.
  • Pferde: bergen ein erhöhtes Verletzungsrisiko durch Scheuen, Ausschlagen oder Stürze – in der fortgeschrittenen Schwangerschaft ist besondere Vorsicht geboten.

 

 

Was ist Toxoplasmose?

Toxoplasmose wird durch den einzelligen Parasiten Toxoplasma gondii verursacht. Sie verläuft meist mit grippeähnlichen Symptomen oder sogar völlig unbemerkt und hinterlässt eine lebenslange Immunität. Nur etwa 5 % der Erkrankten zeigen leichtes Fieber, Gliederschmerzen oder geschwollene Lymphknoten. Schätzungsweise die Hälfte der Bevölkerung hat sich im Laufe ihres Lebens bereits angesteckt, ohne es zu merken, und ist seither immun.


Kritisch wird es für ungeborene Kinder, wenn sich die Mutter erstmals während der Schwangerschaft infiziert. Möglich sind Fehlgeburt, körperliche und geistige Beeinträchtigungen, eine Gelbsucht durch Leberschädigung sowie Augenentzündungen, die teils erst Jahre später auftreten.

 

 

Hatte ich schon einmal Toxoplasmose?

Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft ausreichend Antikörper gegen den Erreger gebildet haben, etwa langjährige Katzenhalterinnen, sind immun und können die Infektion nicht mehr an ihr Kind weitergeben. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, lässt sich mit einer Blutuntersuchung feststellen. Dafür raten wir Ihnen, sich bei Ihrem Arzt zu erkundigen.

 

 

So schützen Sie sich und Ihr Baby

Wenn Sie noch keine Toxoplasmose hatten oder unsicher sind, sollten Sie während der Schwangerschaft folgende Massnahmen beachten:

 

  • Essen Sie Fleisch und Wurstwaren nur gut durchgegart.
  • Waschen Sie Salate, Gemüse und Obst vor dem Verzehr immer gründlich.
  • Waschen Sie sich regelmässig die Hände, besonders vor dem Essen, nach der Zubereitung von rohem Fleisch, nach Gartenarbeit sowie nach dem Besuch von Sandspielplätzen, die oft von streunenden Katzen als Toilette genutzt werden.
  • Waschen Sie sich auch nach dem Streicheln Ihrer Katze die Hände.
  • Füttern Sie Ihre Katze während der Schwangerschaft ausschliesslich mit Dosen- oder Trockenfutter statt mit rohem Fleisch.
  • Lassen Sie das Katzenklo nach Möglichkeit von einer anderen Person reinigen. Ist das nicht möglich, tragen Sie Einmalhandschuhe und desinfizieren Sie danach die Hände. Das Behältnis sollte täglich mit mindestens 70 Grad heissem Wasser gereinigt werden.

 


Bei Fragen sind wir gerne für Sie da.

 



Quellen:

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