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Grippeimpfung 2026/27: Was Sie wissen sollten
Lara Wernli • 15. Oktober 2026
Mehr als nur eine Erkältung
Die Grippe ist in der Schweiz keine harmlose Erkältung, sondern belastet jedes Jahr das Gesundheitssystem stark: Zwischen 112 000 und 275 000 Menschen gehen deswegen zum Arzt. Weil die Grippe zu Komplikationen führen kann, landen zudem mehrere Tausend Personen im Spital, und mehrere Hundert sterben jährlich daran. (infovac.ch)
Typische Symptome
Eine Grippe beginnt meist mit Unwohlsein, Müdigkeit, schnell ansteigendem Fieber, Schüttelfrost sowie Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Danach kommen oft Appetitlosigkeit und Schwindel dazu. Viele Betroffene klagen zudem über Augenbeschwerden wie Lichtempfindlichkeit sowie tränende oder brennende Augen.
Im weiteren Verlauf können Husten, Halsschmerzen, eine raue Stimme und Schnupfen zunehmen. Bei Kindern stehen häufig Magen-Darm-Beschwerden im Vordergrund. Bis man sich wieder vollständig erholt hat, vergehen meist ein bis zwei Wochen – manchmal dauert es aber auch mehrere Wochen.
Wer sollte sich impfen lassen?
Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt die Grippeimpfung vor allem Personen mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen:
- Personen über 65 Jahre
- Personen ab 6 Monaten mit chronischen Erkrankungen wie Herz-, Lungen- oder Nierenkrankheiten, Diabetes, starkem Übergewicht (BMI ≥ 40), neurologischen oder muskuloskelettalen Erkrankungen, Lebererkrankungen, fehlender oder gestörter Milzfunktion sowie Immundefizienz (z. B. HIV, Krebs, immunsuppressive Therapie)
- Schwangere ab dem 2. Drittel der Schwangerschaft sowie Frauen bis vier Wochen nach der Geburt
- Frühgeborene (vor der 33. Schwangerschaftswoche oder mit einem Geburtsgewicht unter 1500 g) ab sechs Monaten für die ersten zwei Winter nach der Geburt
- Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und Einrichtungen für Menschen mit chronischen Erkrankungen
Impfung auch zum Schutz anderer
Auch wer beruflich oder privat engen Kontakt zu Risikopersonen oder Säuglingen unter sechs Monaten hat, sollte sich impfen lassen. Dazu gehören medizinisches und Pflegepersonal, Angehörige, die mit Risikopersonen im gleichen Haushalt leben, sowie Personen mit regelmässigem Kontakt zu Geflügel oder Wildvögeln. So lässt sich die Verbreitung des Virus eindämmen. Geimpfte können sich zwar trotzdem anstecken, erkranken dann aber meist deutlich milder.
Ist die Impfung sicher?
Die Grippeimpfung ist sehr sicher: Seit 1945 wurden weltweit bereits mehrere Milliarden Impfdosen verabreicht. Die in der Schweiz verwendeten Impfstoffe enthalten keine infektiösen Viren, sondern nur Bestandteile von vier aktuell zirkulierenden Grippevirusstämmen.
Am häufigsten tritt eine leichte Reaktion an der Einstichstelle auf (bei 10–40 % der Geimpften), die nach wenigen Stunden bis maximal zwei Tagen wieder abklingt. Bei 5–10 % kommt es zu leichten allgemeinen Beschwerden wie Fieber, Übelkeit oder Muskelschmerzen.
Schwere allergische Reaktionen sind sehr selten (weniger als 1 von 10 000 Geimpften) und betreffen meist Personen mit einer Überempfindlichkeit gegen Hühnerproteine.
Lassen Sie sich gerne in der Tösstal Apotheke beraten.
Quellen
1. Infovac.ch (https://www.infovac.ch/de/impfunge/nach-krankheiten-geordnet/grippe)

